Gemeinde Seekirch

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UNESCO - Weltkulturerbe

Pfahlbauten am Federsee

Am 27. Juni 2011 hat die Unesco die “Prähistorischen Pfahlbauten rund um die Alpen” als grenzüberschreitendes Weltkulturerbe anerkannt.

Logo Unesco
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Fundstellen im Federseemoor

Über 20 vorgeschichtliche Pfahlbaudörfer sind im feuchten Milieu des Federseemoores bestens konserviert; vier der archäologisch Bedeutsamsten stehen jetzt auf der Liste der UNESCO- Welterbestätten.

Fundstellenkarte
Fundstellenkarte
Rekonstruktion eines jugendsteinzeitlichen Hauses
Rekonstruktion eines jugendsteinzeitlichen Hauses

111 europäische Fundstellen

Unter den 111 europäischen Fundstellen wurden auch 18 deutsche Pfahlbausiedlungen in Baden-Württemberg und Bayern ausgewählt, Oberschwaben ist darunter mit 6 Fundstellen vertreten, allein vier davon liegen unmittelbar am Federsee.

Der Federsee gilt als fundreichstes Moor in Europa. Dicht wie wohl nirgends sonst befinden sich hier im 45 qkm großen Federseebecken derart gut erhaltene Jagdlager, Moorsiedlungen und Pfahlbauten aus vorgeschichtlicher Zeit. Ab heute tragen vier Fundstellen den begehrten Welterbe-Titel:

Die beiden Siedlungen in Alleshausen/Seekirch “Ödenahlen“ und „Grundwiesen“, die Siedlung Forschner in Bad Buchau sowie die jungsteinzeitliche Siedlung von Olzreute bei Bad Schussenried.

Neben dem westlichen Bodensee ist Oberschwaben und insbesondere der Federsee ein Zentrum prähistorischer Pfahlbaukulturen. Seit dem Jahr 1875 wird der Federsee archäologisch erforscht.

Bereits in den 1920er und 1930er Jahren wurde hier die moderne Siedlungsarchäogie begründet, bei der erstmals Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachdiziplinen aus der Moorgeologie, der Botanik, Zoologie und Dendrochronologie eng zusammenarbeiteten. Diese Forschungstätigkeit dauert an und so gilt der Federsee zurecht als die Schlüsselregion für die siedlungsarchäologische Forschung in Europa.

Das nahe gelegene Federseemuseum verdankt seine Anziehungskraft vor allem der authentischen Darstellung der Pfahlbauarchitektur und den international bedeutenden Funden aus über 14 000 Jahren Menschheitsgeschichte. Mit seiner Kultur- und Landschaftsgeschichte verbindenden Themen wirkt es weit über Oberschwaben hinaus.

Seekrich-Ödenahlen

Das jungsteinzeitliche Dorf bei Ödenahlen: Welterbestätte DE-BW-11

Die Station Ödenahlen befindet sich 500 m südlich der Ortschaft Ödenahlen im Gewann „Riedwiesen“ im nördlichen Federseeried. Sie wurde in den 1930/40er Jahren entdeckt und 1981 von Landesdenkmalamt Baden-Württemberg erkundet.

Die bis zu einem Meter mächtige Kulturschicht weist mehrere Bauhorizonte auf. Erhalten geblieben sind Häuser mit den zugehörigen Fußböden, Lehmestrichen und Herdstellen; selbst aufrecht stehende Wandteile sind vorhanden. Eine Palisade umschloss das Siedlungsareal. Ödenahlen ist eine wichtige und repräsentative Fundstelle für die „Pfyn-Altheimer-Gruppe Oberschwabens“ und gleichzeitig die Fundstelle, an der man diese regionale Kulturgruppe erstmals erkannte.

Schutz der Welterbestätte
Die Fundschichten sind durch Torf überdeckt. Sowohl die  Fundstelle als auch die Pufferzone liegen im Naturschutzgebiet sowie im FFH- und Vogelschutzgebiet und sind als archäologische Vorrangflächen ausgewiesen.

  • Zeitstellung
    Neolithikum
  • Daten
    Dendrodaten: 3700-3688 v. Chr.
  • Fläche
    Kernzone: 1 ha
    mit Pufferzone: 59 ha

Weitere Informationen:
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